Kinesiotape und Wasser – verträgt sich das?
Viele Schwimmer und Wassersportler fragen sich, ob Kinesiotape beim Schwimmen überhaupt sinnvoll ist. Die gute Nachricht: Hochwertiges Kinesiotape ist wasserfest und hält auch im Freibad, Hallenbad oder offenen Gewässer zuverlässig. Entscheidend sind dabei die Qualität des Tapes, die richtige Anlegetechnik und ein paar einfache Pflegetipps.
Hält Kinesiotape wirklich im Wasser?
Qualitativ hochwertiges Kinesiotape besteht aus einem dehnbaren Baumwollgewebe mit einer speziellen Acrylklebebeschichtung, die wasserabweisend ist. Beim Schwimmen gilt:
- Kurze Badeeinheiten (bis 60 Minuten): Das Tape hält in der Regel problemlos und verliert kaum an Klebekraft.
- Längere Einheiten oder Mehrfachbaden: Die Klebewirkung kann nachlassen, besonders wenn das Tape mechanisch beansprucht wird (z. B. durch Startblockabsprünge).
- Chlorwasser vs. Salzwasser: Chloriertes Hallenbadwasser greift die Klebeschicht etwas stärker an als Salzwasser. Offenes Gewässer ist in der Regel am schonendsten.
- Sonnencreme und Öle: Diese sind der größte Feind des Kinesiotapes – sie zerstören die Haftung zuverlässig. Tape erst nach dem Eincremen anlegen oder Kontaktflächen aussparen.
So klebt das Tape besser beim Schwimmen
Damit Kinesiotape beim Schwimmen optimal hält, sind ein paar Vorbereitungen entscheidend:
- Saubere, trockene Haut: Die Haut vor dem Tapen gründlich reinigen und vollständig trocknen lassen – kein Deo, keine Creme.
- Keine Haare: Bei behaarter Haut das Tape deutlich besser haften zu lassen, sollte die Stelle rasiert werden.
- Tape fest andrücken: Nach dem Anlegen das Tape gut durch Reiben aktivieren – die Körperwärme aktiviert den Kleber.
- Ränder abrunden: Die Ecken des Tapes mit einer Schere abrunden, damit sie sich nicht vorzeitig ablösen.
- Wartezeit einhalten: Mindestens 30–60 Minuten nach dem Anlegen warten, bevor man ins Wasser geht.
Nach dem Schwimmen – so pflegst du das Tape
Damit das Kinesiotape nach dem Baden lange hält:
- Tape nach dem Schwimmen sanft mit einem Handtuch abtupfen – nicht reiben.
- Das Tape nicht mit dem Föhn trocknen – Hitze kann die Klebeschicht beschädigen.
- Lufttrocknen lassen und dann leicht andrücken.
- Falls sich Ränder lösen, kann transparentes Tapefix oder ein kleines Pflasterstreifen helfen.
Welche Bereiche profitieren beim Schwimmen vom Taping?
Beim Schwimmen werden Schulter, Nacken, Knie und der untere Rücken besonders belastet. Kinesiotape kann gezielt helfen bei:
- Schwimmerschulter: Überlastung der Rotatorenmanschette durch den Kraultritt
- Nackenprobleme: Besonders beim Brustschwimmen durch dauerhaftes Heben des Kopfes
- Knieschmerzen: Beim Beinschlag (besonders Brustschwimmen)
- Achillessehne: Durch die Flossenbewegung beim Kraulschwimmen
Fazit: Kinesiotape und Schwimmen – eine gute Kombination
Kinesiotape hält beim Schwimmen zuverlässig, wenn du auf Qualität setzt und das Tape richtig anlegst. Mit der richtigen Vorbereitung und Pflege kannst du auch im Wasser von den schmerzlindernden und stabilisierenden Effekten des Kinesiotapes profitieren. Für Wettkämpfe empfiehlt es sich, das Tape vorab beim Training zu testen, um sicherzugehen, dass es hält.